Leshan
Emeishan, der dritte heilige buddhistische Berg
Am 24. Mai 2026 fahren wir mit dem Zug weiter nach Leshan, einer Stadt mit 1,2 Millionen Einwohnern in der Provinz Sichuan.
Bekannt ist Leshan, da sich hier am Zusammenfluss der drei Flüsse Min Jiang, Dadu und Qingyi der weltweit größte sitzende Buddha aus Stein befindet. Die Höhe beträgt 71 m und alleine der Kopf misst 15 m.
Die Statue wurde zwischen 719 und 803 n. Chr. von buddhistischen Mönchen aus dem Fels gehauen, um die Strudel des Dadu zu bändigen, welche die Fischerboote gefährdeten.
Seit 1996 ist diese Stätte zusammen mit dem Berg Emeishan Teil des UNESCO-Welterbes.
Wir wohnen direkt im Landschaftsschutzgebiet „Großer Buddha von Leshan“ und spüren so nichts vom Lärm der Stadt. Unser Hotel, ShanShui S Hotel, ist gemütlich und bietet angenehme öffentliche Bereiche.
Am ersten Tag bringt uns der e-Shuttle vom Ticketschalter zum Osttor des historischen Areals.
Von hier aus gibt es gut begehbare Wege mit vielen Stufen. Unser erstes Ziel ist natürlich der Riesenbuddha. Der Weg führt uns zuerst zu hinauf zu seinem Kopf.
Von dort gibt es einen steilen Treppenweg hinunter in Richtung Fluss zum Lotussitz und den Füßen.
Wir sind beeindruckt von der immensen Größe des Buddhas, aber auch der gewaltigen Leistung die die Erbauer erbracht haben. Versteckte Rohre und Rinnen im Haarknoten, hinter den Ohren und in der Kleidung leiten das Regenwasser ab und verhindern so die Erosion des Sandsteins.
In diesem weitläufigen Areal gibt es auch noch weitere interessante Sehenswürdigkeiten zu besuchen, z.B. den 47 m hohen stehenden Medizinbuddha mit dahinterliegenden großen Höhlen voller Statuen und weitere Tempel und Figuren.
Wir verbringen einen ganzen Tag in diesem weitläufigen Gelände und haben trotzdem noch nicht alle Tempel und Statuen gesehen.
Am nächsten Tag stehen wir früh auf, es geht zum Emeishan, einem weiteren der heiligen buddhistischen Berge. Der Berg gilt auch als der Ursprung des Buddhismus in China. Hier wurde angeblich der erste Tempel errichtet.
Es ist von Leshan nicht weit, nur etwa 50 km, trotzdem ist das Wetter hier ganz anders und wir müssen unsere anfänglichen Pläne ändern. Eigentlich wollten wir diesen 3099 m hohen Berg in zwei bis drei Tagen besteigen, in Klöstern übernachten, aber es ist sehr kalt geworden und es regnet. Wir beschließen daher nur die letzte Etappe, ca 700 hm, zu gehen. Im Nebel und Nieselregen steigen wir über die Treppen zum Gipfel. Viele Leute sind nicht unterwegs, die meisten fahren bequem mit der Gondel nach oben.
Verehrt wird auf diesem Berg Bodhisattva Samantabhadra, der „Gänzlich Gute“. Sein Reittier ist der Elefant, auf dem er meist dargestellt wird, so auch am Emeishan.
Doch die große, goldene Statue hier ist durch den Nebel nur schemenhaft zu erkennen, der Regen ist auch stärker geworden, das alles verstärkt aber noch den mystischen Eindruck hier heroben.
Schon vor 10 Jahren stand der Emeishan auf unserem Plan, damals hat Schneefall einen Besuch verhindert. Nun haben wir es, wenn auch verkürzt, geschafft, dieses Pilgerziel zu erreichen.






















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