Donnerstag, 18. Juni 2026

Ya´an


Nur 120 km nordwestlich von Leshan liegt die Stadt Ya´an. 

Renate liebt Pandas und das ist der Hauptgrund warum wir hier einen Stopp einlegen. 


 



Denn nicht nur in Chengdu, wo Renate bereits vor 10 Jahren eine Panda-Aufzucht Station besucht hatte, sonder auch hier kann man Pandas beim Fressen zuschauen.



25 km von der Stadt entfernt befindet sich die weltberühmte Bifengxia Panda-Basis, ein riesiges, von Bambuswäldern und Nebel geprägtes Schutzgebiet für Zucht, Artenschutz und die Pflege zurückgekehrter Pandas. 

Die wunderschöne gebirgige Landschaft besteht aus einem dichten Urwald, durchzogen von Flüssen und Schluchten.





Für Besucher wurde ein Teil zugänglich gemacht, stundenlang kann man die unberührte Natur genießen. 









Beim Herumwandern sind immer wieder Pandas in groß angelegten Gehegen zu beobachten.
Und sie sind ja auch wirklich zum Gernhaben putzig.







Der große Panda ist unbestritten das nationale Symbol Chinas, ist aber auch das globale Wappentier für den bedrohten Artenschutz geworden und dient dem WWF als Logo.



In freier Wildbahn kommt der Pandabär, wie er auch genannt wird, nur mehr in China in den Bergregionen der Provinzen Sichuan, Shaanxi und Gansu vor. Schätzungsweise gibt es heute ca. 2000 Tiere in freier Wildbahn. Der Lebensraum der Tiere wurde durch aufwendige und kostenintensive Zusammenlegungen von mehreren Schutzgebieten großzügig erweitert, die Spezies ist sehr streng geschützt und so ist es gelungen die Anzahl der in der Wildnis lebenden Tiere wieder zu erhöhen.





Im Rahmen der sogenannten Panda Diplomatie gehören alle  Riesenpandas weltweit, auch die in den internationalen Zoos, rechtlich dem chinesischen Staat. Auch die dort Neugeborenen.
Denn die Tiere werden nur geliehen außer Landes gebracht und müssen nach einer bestimmten Zeit wieder zurückgegeben werden.



Der große Panda gehört zur Familie der Großbären, wird bis zu 150 cm groß und kann ein Gewicht von 70 bis über 120 kg erreichen.

Er ernährt sich zu 99 Prozent von Bambus, zu einem Prozent von anderen Pflanzen, Maden und Käfern. Da jedoch Bambus nicht sehr nährstoffreich ist benötigen sie, um satt zu werden, 10 bis 30 kg täglich und sind  dabei jeden Tag 10 bis 15 Stunden mit der Nahrungsaufnahme beschäftigt.





Ya´an ist aber nicht nur wegen der Pandas bekannt, hier wird auch in großem Stil Tee angebaut. 
Wir wohnten inmitten einer Teeplantage und bekamen dort auch die Möglichkeit Tee zu pflücken. 













Anschließend gab es einen Workshop indem die einzelnen Schritte der Teeerzeugung erklärt wurden und man seine gerade geernteten Teeblätter zu grünem Tee verarbeiten konnte.






In weiterer Folge wurde uns die traditionelle chinesische Teezeremonie erklärt. Hierbei werden die getrockneten Teeblätter in kleinen Kännchen oder Gaiwans aufgegossen, die Ziehzeit wird sehr kurz gehalten. Dafür werden hochwertige Teeblätter oft mehrfach (bis zu 5- oder 10-mal) aufgegossen, wobei sich der Geschmack bei jedem Aufguss verändert. 







Der weitere Verlauf unserer Reise ist wetterbedingt ungewiss.  Unser Vorhaben bis an die Grenze Tibets zu gelangen wird wahrscheinlich ins Wasser fallen. 
Schlechtes Wetter, Regen und Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt werden prognostiziert für die nächsten Tage in dieser abgelegenen Region.
Das ist sehr schade, haben wir uns doch sehr auf diesen Teil Chinas gefreut. 
Dünn besiedelt, hohe Berge, unberührte Natur gepaart mit tibetischer Kultur wären eine sehr interessante Erweiterung unserer Chinareise gewesen.


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