Buchara
Am 07. September 2022 fahren wir mit dem Zug von Samarkand ins ca. 250 km entfernte Buchara.
Diese Stadt ist eine der bedeutendsten Städte der Region, ein Hauptknotenpunkt der Seidenstraße und das touristische Zentrum Usbekistans.
Es gibt einen sehr gut erhaltenen mittelalterlichen Stadtkern mit einer großen Zahl an historischen Medresen, Moscheen und anderen Baukunstwerken.
Das historische Zentrum Bucharas gehört seit 1993 zum UNESCO Weltkulturerbe.
Sehr angenehm ist, dass die gesamte Altstadt autofrei ist.
Wir wohnen im Lyabi House Hotel mitten im Zentrum. Dem Hotel angeschlossen ist das sehr gute Restaurant Ayvan mit einem wunderschönen Speisesaal und einer angenehmen Terrasse.
Außer den wirklich beeindruckenden orientalischen Gebäuden, den Restaurants und Hotels gibt es auch jede Menge Geschäfte und Basare mit Kleidung, Teppichen und Souvenirs. Die Verkäufer wollen natürlich ihre Waren an die Frau bzw. den Mann bringen, sind aber nicht wirklich aufdringlich.
Die Altstadt erweckt dadurch schon ein wenig den Eindruck eines Freilichtmuseums für Touristen, ähnlich Krumau oder auch der Innenstadt Salzburgs.
Alle Sehenswürdigkeiten und deren jeweilige Museen, die es hier gibt bzw. die wir besuchen, aufzuzählen, würde den Rahmen dieses Posts sprengen.
Wir haben uns für jeden Tag einige Bauwerke ausgesucht, die wir uns in Ruhe anschauen wollen, dazwischen gönnen wir uns immer wieder einen Tee und Süßes auf einer der schönen Dachterrassencafes.
Da wir fünf Nächte hier bleiben, haben wir auch Zeit, einen Ausflug in das ca. 40 km entfernte Keramikdorf Gijduvan zu machen. Dort gibt es noch eine Werkstätten, die auf traditionelle Weise mit Ton aus der Umgebung und Farben und Glasuren aus Steinen, Erden, Metalloxiden und einheimischen Pflanzen arbeitet und in Öfen mit Gas und Holz die Erzeugnisse brennt. In den 1960er Jahren konzentrierte sich die Keramikherstellung im Industriekombinat und unabhängige Töpferwerkstätten waren unerwünscht, es wurden von den Behörden sogar Brennöfen zerstört. In Gijduvan blieb von den 25 ansässigen Töpfereien nur diese eine übrig.
Auch hier sind wir nicht die einzigen Besucher, Touristengruppen besuchen diese Werkstätte und es gibt auch die Möglichkeit, hier zu essen.
Ich darf mich auch noch an der alten Drehscheibe versuchen, was mir aber mehr schlecht als recht gelingt ; ).
Brennöfen
In Buchara gibt es noch ein altes Hammam aus dem 16. Jhdt., das für Frauen immer noch geöffnet ist. Das muss ich natürlich ausprobieren. Ich bin gerade die einzige Besucherin und werde von einer jungen Dame, die kein Wort englisch spricht, behandelt. Dazu gehört, dass ich gewaschen werde, dann einige Zeit im innersten, dem wärmsten, Raum 10 Minuten vor mich hindampfe und geschrubbt und gepeelt werde. Dazwischen leert mir die Therapeutin immer wieder schlüsselweise warmes Wasser über den Körper.
Am Schluss gibt es noch eine Massage und danach eine Ruhephase und Koreandertee. Ein etwas anderes SPA-Erlebnis, aber ich fühle mich danach sauber und erholt.
Garderobe des Hammam
Am 12. September fahren wir um 04:30 Uhr mit dem Nachtzug weiter ins ca. 400 km entfernte Chiwa.
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Wir freuen uns auf zahlreiche Rückmeldungen, ... ; )


















































































